Einige Journalisten scheuten und scheuen sich nicht, das Eisfallklettern als
"Funsport" zu verkaufen. Dabei erfordert das Klettern an den kleinen und
großen Eiskaskaden so viel Erfahrung wie keine zweite Spielart des
Alpinismus. Egal, ob in "Männer ohne Nerven" (Pinnistal/Stubai) oder in "Sea
of Vapors" (Columbia Icefield/Kanada).
Das Eisfallklettern ist nun seit mehr als 14 Jahren meine
Lieblingsbeschäftigung in der kalten Jahreszeit. Zu meinen schwersten Touren gehören
Onsight-Begehungen des "Komet" (M8- X) und des "Traumfänger" (M7+ R), beide
im Pinnistal. Außerdem "Sea of Vapors" (M7- R), "The Replicant (M6+ R) und
"Acid Howl" (WI6+ R) im Columbia Icefield, Kanada. Meine schwerste
Eis-Sportkletterroute ist eine Wiederholung der Robert Jasper-Kreation
"Traumfänger" (M10-) in der Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun. Ganz nach schottischer Tradition, gehört zu jeder gelungenen Tour ein Singel Malt Whisky vor einen warmen Ofen.
Die Eiskletter-Saison 2004/2005 war für mich wieder eine äußerst erfolgreiche. So konnte ich mir schon früh im Jahr ein paar "Eisträume" in den Kanadischen-Rockies erfüllen:
Im Dezember gelangen mir die Extrem-Klassiker "Terminator" (WI 6+), "Nemesis" (WI 6), "Nightmare on Wolfstreet" (WI 6+, M7+)
Weitere Highlights waren "Crack baby" (WI 6) im Berner Oberland, sowie Shiva Lingam (WI 6) und Nuit Blanche (WI 6+) in Chamonix und der Pilone Centrale (WI 6) in den Dolomiten.
Am 08.02.2006 dann ein weiterer Höhepunkt: Mir gelang die erste on sight Begehung
von Flying Circus.
2011 erster Schottland Trip: Unter anderem gelangen uns die Routen: Savage Slit, Fallout Corner, The Hormaster, Ventriloquist, Cornucopia, Tower Ridge, Minus Two Gully, uvm.